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26.10.2011
Bessere Bahnverbindung nach Bad Salzschlirf
   

Roter Teppich für die neuen gelben Züge

FULDA Feierlich haben der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Hessische Landesbahn (HLB) am Dienstag die neuen Zügen vorgestellt, mit denen die HLB ab dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember die Rhön- und die Vogelsbergbahn bedient.

Die HLB, die dem Land Hessen gehört, löst die Deutsche Bahn ab, die die 23 Kilometer lange Rhönbahnstrecke Fulda–Gersfeld seit 1888, die 106 Kilometer lange Vogelsbergbahnstrecke Fulda–Gießen seit 1871 bedient hatte. Statt der roten Züge der Bahn ist in Zukunft das Gelb der HLB zu sehen.  Mit dem Einsatz ihrer neuen Fahrzeuge wird die HLB nicht bis Dezember warten: Bereits ab kommendem Wochenende fahren die gelben Züge zwischen Gersfeld und Gießen – und auch im Lahntal, in dem die HLB ebenfalls die Ausschreibung gewonnen hat.
Die HLB hat für die drei Strecken für 80 Millionen Euro 21 neue Züge sowie als Ergänzung drei gebrauchte Züge gekauft, wie HLB-Geschäftsführer Veit Salzmann gestern berichtete.

In allen Zügen wird ein Zugbegleiter mitfahren, was neben der eingebauten Videoüberwachung das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste erhöhen soll, betonte RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. Nachdem der RMV zwischen 2004 und 2010 bei den Fahrgastzahlen der Bahnlinien um, je nach Strecke, 15 bis 45 Prozent zugelegt habe, hoffe er durch die neuen Züge auf weiteren Zuwachs.

Fuldas OB Gerhard Möller, der ebenso wie Landrat Bernd Woide (beide CDU) dem RMV-Aufsichtsrat angehört, sagte, ein starker Bahnhof, zu dem neben den ICE-Linien auf die Regionalbahnen gehörten, sei wichtig für Fuldas Funktion als Oberzentrum. Woide äußerte, der frische Wind auf beiden Linien sei ein wichtiges Signal, dass der RMV den ländlichen Raum nicht abhänge. Für Schüler und Pendler seien gute Bahnverbindungen eine Existenzfrage.

Die neuen Züge, die zwei Motoren besitzen, werden Tempo 120 (statt bisher Tempo 90) fahren können. Das höhere Tempo erlaubt, dass auf der Vogelsbergbahnstrecke ab dem Fahrplanwechsel im Stundentakt gefahren wird. In den Stoßzeiten wird es zwischen Alsfeld und Fulda sogar einen Halbstundentakt geben. Auf der Rhönbahnstrecke gilt der Stundentakt im Sommer auch an Sonn- und Feiertagen.

Die Waggons sind klimatisiert und besitzen Mehrzweckbereiche für Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder. Steckdosen ermöglichen den Gebrauch von Laptops. Die HLB hat für den Fahrdienst auf den drei Strecken 90 Mitarbeiter sowie zehn Beschäftigte für die Disposition eingestellt, sagte Salzmann.


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