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22.- 23. Mai 2006
6. Kongress des Europäischen Verbandes der Standesbeamtinnen und Standesbeamten (EVS)

   

Der mittlerweile sechste Kongress der Europäischen Standesbeamtinnen und Standesbeamten fand in diesem Jahr in Engelberg in der Zentralschweiz statt.
Mehr als 300 Kolleginnen und Kollegen aus den 11 EVS-Staaten sowie weiteren Beobachtern aus Ungarn und Estland beschäftigten sich am 22. und 23. Mai 2006 intensiv mit dem europäischen Namensrecht.
Nach der Eröffnung des Kongresses durch den Präsidenten des EVS, Regierungsrat Hannes Schlacher, Österreich, und der Präsidenten des schweizerischen Verbandes für Zivilstandswesen, Beatrice Rancetti, wurde zunächst der Ursprung der Namensführung in den europäischen Ländern behandelt.

Danach folgten Bestandsaufnahmen, die den Teilnehmern die verschiedenen diesbezüglichen Rechtskreise, z.B. das romanische und mitteleuropäische Namensrecht, näher erläuterten. In einer gekonnt dargebrachten szenischen Darstellung wurde die Absurdität der unterschiedlichen Rechte vor dem Hintergrund der immer größeren Mobilität der europäischen Bürger dargestellt.

„Es wird endlich Zeit, auf dem Gebiet des Personenstandswesens eine Harmonisierung zu erreichen“ so eine Vielzahl von Kongressteilnehmern.

Diese Eindruck wurde noch verstärkt durch die Darstellung der verschiedenen Internationalen Privatrechten von Prof. Dr. de Groot, Universität Maastricht, die zwar die Probleme lindern helfen, aber letztlich keine einfachen, bürgerfreundlichen Lösungen anbieten können.


Nach einer Besichtigung des Benediktinerklosters in Engelberg und einem Abendessen auf 1600 Meter Höhe folgten dann am 23. Mai 2006 ein informativer Vortrag von Chantal Nast, CIEC, zu den Bemühungen der CIEC bezüglich der Anerkennung der Namen in den europäischen Staaten sowie die Vorstellung der Thesen von Engelberg zum europäischen Namensrecht. Nach der Grazer Erklärung zum Eheschließungsrecht in Europa und der Erklärung von Noordwijkerhout zu einem europäischen, einheitlichen Personenstandsdokument weisen nun die Standesbeamten auf die Probleme der Bürger mit dem europäischen Namensrecht hin; ein weites Gebiet, aber im Interesse einer bürgerfreundlichen Personenstandsverwaltung dringend zu harmonisieren (siehe Text).


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In seinem Schlusswort fasste Vizepräsident Tomasz Brzózka, Polen, nochmals die Probleme unserer europäischen Bürgerinnen und Bürger zusammen und forderte eindringlich dazu auf, endlich auf diesem wichtigen Gebiet des Namensrechts und des Personenstandswesens insgesamt deutlich mehr Harmonisierungen zu erwirken.
Der Kongress klang aus mit einem individuellen Ausflug auf den über 3000 Meter hohen Titlis, einem Aperitif im Kurpark und einem gemeinsamen Abendessen im Sportingpark Engelberg.Der 7. Kongress des Europäischen Verbandes der Standesbeamtinnen und Standesbeamten (EVS)ist für Mai 2007 in Gent, Belgien, geplant.

Erklärung von Engelberg >



 
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